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Kalzium plus Vitamin D halbiert die Sturzrate
Nutzen der Therapie bei Heimbewohnerinnen gepr�ft / Effekt auf Wachstum von Muskelzellen vermutet BASEL (ikr). Um bei älteren Frauen Hüftfrakturen zu vermeiden, ist es wichtig, das Sturzrisiko zu minimieren. Eine einfache und effektive Maßnahme ist nach neuen Daten die Einnahme von Kalzium plus Vitamin D. Hiermit l�sst sich die Sturzrate [Stürze/Woche] halbieren im Vergleich zu Kalzium alleine. In früheren Studien ist bereits nachgewiesen worden, dass Vitamin D die Frakturrate deutlich senkt. Die Knochendichte wird durch diese Therapie aber nur leicht erhöht. Als zusätzlicher Wirkmechanismus wird eine Steigerung der Muskelkraft und eine dadurch verringerte Sturzrate diskutiert. Eine Arbeitsgruppe um Dr. Heike A. Bischoff von der Universität Basel hat dies jetzt bei 122 Heimbewohnerinnen untersucht. Die Frauen erhielten drei Monate lang täglich 1200 mg Kalzium plus 800 IE Vitamin D (Colecalciferol) oder nur 1200 mg Kalzium (J Bone Miner Res 18, 2003, 343). Alle Frauen waren sich ähnlich, was den gesundheitlichen Zustand und die Einnahme von Arzneimitteln wie Benzodiazepine betraf. In den letzten sechs Wochen vor der Therapie hatte es bei den Frauen insgesamt 42 Stürze gegeben. Das entspricht einer Sturzrate von etwa 0,056 pro Person pro Woche. Mit der Kombitherapie gab es 25 Stürze, also 0,034 Stürze pro Person pro Woche. Mit Kalzium allein waren es 55 Stürze, also 0,076 Ereignisse pro Person pro Woche. Wurden Faktoren wie Alter oder Sturzrate vor Therapiebeginn berücksichtigt, bedeutet das eine Reduktion der Sturzrate um 49 Prozent mit der Kombitherapie. Auch die muskuloskeletale Funktion war mit Kalzium plus Vitamin D signifikant besser. Beurteilt wurde dies anhand eines Scores, der Parameter für Muskelkraft, Gleichgewicht und Geschwindigkeit beim Gehen beinhaltet. Die Forscher vermuten, dass Vitamin D auf das Muskelgewebe wirkt und das Wachstum von Muskelzellen beeinflusst. Source: www.ärztezeitung.de / ärzte Zeitung, 22.05.2003 Siehe auch: Osteoporose ist eine Volkskrankheit /Ergolding, den 20.10.03 Weltosteroposetag - Oseoporose, die Krankheit vom porösen und brüchigen Knochen, ist inzwischen häufiger als die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus und zählt zu den Volkskrankheiten in Deutschland - Der Grundstein für dieses Leiden wird häufig in der Kindheit oder Jugend gelegt. Dann nämlich, wenn unsere Calciumspeicher im Skelett nicht ausreichend gefüllt werdern (z.B. Fehlernährung, Bewegungsmangel, etc.). |
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